14. Juli 2020 Alexander Schütt

Warum du auf Verbote in Diäten verzichten solltest

Jede Diät bringt mehr oder weniger Verbote mit sich. Doch Verbote bergen auch einige Gefahren, die du beachten solltest.

Grundsätzlich bin ich auch kein Fan von Diäten, zumindest so wie sie häufig gemacht werden. Denn eigentlich bedeutet das Wort „Diät“ übersetzt „Lebensweise“. Doch Diäten werden häufig als kurzfristige Ernährungsform zum Abnehmen betrachtet.

Verbote schaffen Verlangen

Wenn du dir bestimme Lebensmittel verbietest, die du bisher gerne gegessen hast, dann sorgt das nur dafür, dass dein Appetit auf eben diese Lebensmittel mit der Zeit immer stärker wird.

Wenn du zu stark von deinen bisherigen Routinen abweichst, dann ruft es deinen inneren Schweinehund auf die Matte, welcher dich immer häufiger versuchen wird, davon abzubringen.

Verbote verlangen Disziplin – und diese ist begrenzt

Du kennst sicherlich schon das Modell der Willenskraft, welche nötig ist, um Disziplin aufzubringen. Wir haben nur eine begrenzte Menge an Willenskraft zur Verfügung, um uns zu disziplinieren. Diese brauchen wir, um Impulse, wie das Verlangen nach bestimmten Lebensmitteln, zu unterdrücken. Wir brauchen Sie aber auch, um uns für Dinge zu motivieren, auf die wir keine Lust haben.

Getreu dem Motto: „Du bist nicht du, wenn du hungrig bist“, wirst du dadurch nicht nur unfreundlicher zu deiner Umwelt, sondern selbst auch unzufrieden. Und das führt langfristig dazu, dass du die neue „Diät“ über Bord werfen wirfst.

Verbote machen Stress – und der macht dick

Außerdem führt das zu Stress, welcher wiederum deinen Cortisolspiegel auf Dauer erhöht. Und Cortisol ist das Stresshormon, welches deinen Blutzucker anhebt, deinen Fettstoffwechsel hemmt und langfristig Gewichtsverlust verhindert. Cortisol ist nichts weiter, als das vom Körper selbst gebildete Cortison, welches bei langfristiger Einnahme ebenfalls zu Gewichtszunahme führt.

Was kannst du nun tun, damit du diesen negativen Effekten aus dem Weg gehst?

#1 Stelle dir immer folgende Fragen, wenn du Appetit auf etwas „Ungesundes“ hast:

  • Habe ich gerade wirklich Hunger?
  • Warum habe ich gerade Appetit auf dieses Lebensmittel?
    • Fühle ich mich gestresst?
    • Möchte ich mich belohnen?
    • Habe ich Langeweile?
    • Tue ich es einfach aus Gewohnheit?
    • Gibt es vielleicht eine bessere Alternative, die mich auch befriedigen würde?

#2 Wenn du es nach diesen Fragen immer noch essen möchtest, dann iss es!

Wenn du dieses Lebensmittel nun doch essen wirst, dann achte auf die folgenden Punkte:

  1. Iss nur so viel, wie du wirklich benötigst, damit dein Bedürfnis befriedigt ist. Wenn dich dein Gehirn aufgrund eines niedrigen Blutzuckerspiegels zum Beispiel dazu animiert, dann reichen bereits 5 Gramm Zucker, damit sich dein Blutzuckerspiegel wieder normalisiert. Das ist genug, damit dein Gehirn eine Viertelstunde später zufrieden ist, aber auch so wenig, dass es dich nicht komplett und für Stunden aus der Fettverbrennung schießt.
  2. Genieße es! Also tue währenddessen nichts anderes. Kein Fernseher, PC, Auto fahren oder anderes. In diesen Minuten bist du voll im Genussmoment!
  3. Habe kein schlechtes Gewissen! Wenn du dich im Anschluss danach verurteilst, schüttest du nämlich wieder Stresshormone aus. Und wie etwas weiter oben schon beschrieben, führt das dazu, dass du dich in einen Teufelskreis begibst. Stress stört deinen Stoffwechsel und sorgt im Zweifel dafür, dass zeitnah wieder ein Verlangen verspürst.

Fazit

Sobald du auf Verbote verzichtest und deine Ernährung als neue Lebensweise betrachtest und nicht als ein Diktat aus verschiedenen Regeln, erhöhst du langfristig nicht nur deine Erfolgsaussichten, sondern auch deine eigene Zufriedenheit.

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