3 Gründe, warum Abnehmen nicht klappt

Abnehmen klappt nicht bei dir?

Eigentlich weißt du, wie du dich ernähren und bewegen solltest. Manchmal schaffst du es auch ein paar Wochen oder gar Monate motiviert zu sein. Aber dann gewinnt irgendwann wieder dein innerer Schweinehund und du fällst in deine alten Verhaltensmuster zurück. Dafür gibt es in meinen Augen 3 Gründe.

1. Das Ziel ist nicht klar

Du weißt, dass Übergewicht nicht gesund ist und mit deinem Aussehen bist du vielleicht auch nicht zufrieden. Du denkst, dass du abnehmen solltest. Aber hast du dich jemals gefragt, was der wahre Grund ist, warum du abnehmen möchtest? Wir Menschen machen Dinge nur, wenn wir wissen, warum. Wir stehen morgens früher auf, als wir wollen, weil wir zur Arbeit gehen müssen. Das machen wir, weil wir unsere Verpflichtungen finanzieren müssen. Menschen, die einem Job nachgehen, der sie erfüllt, wachen quasi von alleine auf und packen die Arbeit mit Leichtigkeit an.

Ähnlich ist es beim Abnehmen. Wenn du aus den falschen Gründen versuchst, abzunehmen, dann wirst du nicht bei der Stange bleiben. Ich persönlich halte mich fit, weil ich immer mit meinen Kindern toben können will. Ich will nicht, dass mein Körper mir irgendwann mal eine Grenze aufzeigt. Neulich auf dem Sommerfest der Schule meines älteren Sohnes waren nur zwei Väter fit und gewollt, mit den ganzen Jungs der Klasse Fußball zu spielen. Als Kind fand ich die Eltern, die nie mitgespielt haben, total blöd. So ein Vater will und werde ich nie sein. Deswegen fällt es mir auch leicht, motiviert zu bleiben. Ich habe sogar noch so ein Erlebnis. Mein Vater hatte schon mit Anfang 30 solche Knieprobleme, dass ich mit ihm Lego nur auf dem Esstisch spielen konnte. Das ist für mich kein Leben.

Finde für dich heraus, warum du mit einem schlankeren und fitteren Körper ein besseres Leben führst. Wo stellt dein Körper aktuell eine Grenze dar? Vielleicht, weil du dich schämst, mit deinen Kindern ins Schwimmbad zu gehen? Oder weil du nicht in der Lage bist, einen Fallschirmsprung zu machen, weil du zu schwer dafür bist?

2. Stress

Die Arbeitsbelastung und die neuen Medien haben das Leben heute viel stressiger gemacht, als es früher der Fall war. Früher hat man einen Brief geschrieben und erst nach 2 Wochen mit einer Antwort gerechnet. Heute schreibt man Mails, SMS und Facebook Nachrichten und alle erwarten auch in kürzester Zeit eine Antwort.
Auch das Arbeitspensum hat sich verdichtet. Deadlines werden kürzer und selbst am Wochenende werden betriebliche Mails abgerufen.

Wann hast du dich das letzte Mal gelangweilt? Wir brauchen Ruhephasen in unserem Leben. Ansonsten fühlen wir uns fremdgesteuert und unser Hormonspiegel mit Stresshormonen steigt an. Das steigert den Appetit und schaltet unseren Verstand aus. Deswegen futtern wir an Stresstagen gerne ungesunde Sachen. Wir wollen uns dafür belohnen.

Nimm den Fuß vom Gas und fange an, die Blumen blühen zu sehen. Schaue den Wolken am Himmel nach. Leg das Handy zu den Schlüsseln und sei bei deinen Liebsten voll und ganz anwesend.

3. Falsche Erwartungen

Überall werden sie angepriesen. Die „Youtube-Fitness“-Programme oder „Nimm schnell ganz viel ab und werde sexy“-Programme. Sie versprechen größtmögliche Erfolge in kürzesten Zeiten. Das mag bei ganz wenigen auch für Erfolg sorgen. Aber der Preis dafür ist sehr hoch. Zum einen sind die ganzen Teilnehmer, die Zuhause vor Laptop und iPad turnen, die Patienten von morgen. Zum anderen muss man sich an so krasse Regeln halten, dass es wieder stressig ist und wir ein abnormales Leben führen. Kein Genuss mit Freunden beim Grillabend. Und jeder der zu mir kommt und solche Programme gemacht hat, wog mehr als zu Beginn des Programms. Denn während der „Hungerstreiks“ baut der Körper wichtige Muskelmasse ab.

Du glaubst, du musst pro Woche mindestens 1 Kilogramm abnehmen. Du stellst dich täglich auf die Waage. Und wehe, die Nadel geht nicht nach unten. Dann wird das gesamte Programm angezweifelt.

Dein Gewicht ist ein Spiegel deines Lebensstils. Fange mit kleinen Änderungen an. Gehe Schritt für Schritt in ein neues Leben über. Das ist mit viel weniger Stress verbunden und macht auch Spaß. Dadurch, dass du neue Dinge ausprobierst, kommst du aus dem Modus „Täglich grüßt das Murmeltier“ heraus. Probiere neue Sportarten aus. Lieber zwei Mal die Woche Badminton als dreißig Mal Fitnesstraining im Jahrzehnt.

Fazit

Werde dir bewusst darüber, warum du dein Verhalten ändern möchtest. Nimm Tempo aus deinem rasanten Leben und bleibe entspannt, auch wenn dein Gewicht sich mal zwei Wochen nicht nach unten entwickelt. Deine Fitness und deine Gesundheit sind die Summe der kleinen täglichen Entscheidungen. Und das über Jahre hinweg.

Dein Alex

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